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Biokunststoffe mit dem 3D-Drucker formen – ab jetzt möglich!

Einer Forschergruppe aus der Hochschule Merseburg ist es zum ersten mal gelungen Biopolymere mit dem 3D-Drucker (Rapid Prototyping-Verfahren) zu bearbeiten. Bisher scheiterten alles Versuche in diese Richtung. Somit sind neue Wege für die industrielle Verwendung von den innovativen Materialien offen.

Biopolymere – Werkstoffe der Zukunft

Bio-Kunststoffe/Bio-Polymere (Quelle: www.kunststoff-know-how.de)

Bio-Kunststoffe/Bio-Polymere (Quelle: www.kunststoff-know-how.de)

Aktuell gelten Biokunststoffe als Materialien der Zukunft, denn sie gehören zu den sog. nachwachsenden Rohstoffen. Biobasierte Polyamide und Polyurethane, sowie Polymilchsäure setzt die Industrie immer mehr ein, z.B. im Formenbau oder für die Herstellung von Verpackungen. Die Verwendung von Biokunststoffen ist ein Teil der nachhaltigen Wirtschaft, auch weil viele von diesen Materialien problemlos biologisch abbaubar sind. Daher war es den Wissenschaftlern besonders wichtig zu erreichen, dass auch diese Gruppe der Werkstoffe mit dem innovativen Rapid Prototyping-Verfahren, besser bekannt als 3D-Drucker, geformt werden könnte.

Groß angelegtes Projekt mit hohem praktischen Nutzen

Das Projekt der Hochschule Merseburg wurde von dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, sowie von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe getragen. Eine Versuchsanlage mit den modernsten Fuser Extrusion Prototyping-Maschinen (FEP) entstand. Mithilfe von FEP-Technologie ist es nun gelungen unter der Einwirkung von hohen (bis zu 300°C) Temperaturen das Granulat (in dieser Form liegen Biokunststoffe vor) zu schmelzen und hochpräzise umzuformen. Den Forschern war es dabei wichtig, zum einen alle gängigen Granulat-Größen verarbeiten zu können und zum anderen das neue Verfahren auf die meisten bekannten Biopolymere anzuwenden. Beide Ziele wurden im Rahmen des Projektes erreicht.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes ist die Gründung einer Firma geplant, die den 3D-Druck von Biokunststoffen bis zur Marktreife weiter entwickelt und später die Technik im In- und Ausland vermarktet. Anwender in der Industrie zeigen jetzt schon ein großes Interesse an der fortschrittlichen Technologie.

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